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Im Gewerbeverein Schwamendingen war der Gedanke an die Gründung einer
Zunft schon seit langem gepflegt worden. Als Schwamendingen im Jahre
1971 aufgrund des Bevölkerungszuwachses zum zwölften Stadtkreis wurde,
konnte mit der Planung begonnen werden. Unter der Führung von Anton
Steiner, dem Präsidenten des Gewerbevereins wurde die «Vorbereitende
Gesellschaft zur Gründung einer Zunft im Kreis 12» gegründet. Mit der
Unterstützung der späteren Göttizunft St. Niklaus machte man sich daran
Zunftsatzungen, Zunftname, Zunftwappen, Kostümierung, Reitergruppe, Familienwappen, Zuftmusik, Wahlspruch, Zunftwagen, Zunftlokal und Zunftwein zu suchen.
Mit dem Wahlspruch
«Die Heimat zu ehren,
dem Nächsten zu dienen,
die Freundschaft zu pflegen,
an die Zukunft zu glauben.»
zeigt man die Verbundenheit mit den Traditionen der Stadt, denjenigen der Zünfte Zürichs, aber man will auch zeigen, dass Verbundenheit mit Traditionen nicht Stillstand bedeutet.
Im Herbst 1974 beschloss der Vorstand der Vorbereitenden Gesellschaft, dem Zentralkomitee der Zünfte Zürichs (ZZZ) das Gesuch um Aufnahme zu stellen. Daraufhin wurde der Göttizunft St. Niklaus gestattet die neue Zunft am Sechseläuten 1975 gesamthaft als Gast einzuladen.
Am 12. April 1975 um 17.30 Uhr begann im Saal des Gasthofes Hirschen
in Schwamendingen der Gründungsakt. Aus der Vorbereitenden Gesellschaft
wurde die Zunft Schwamendingen.
Am 26. November 1975 entschied die Delegiertenversammlung des ZZZ ohne
Gegenstimme, die Zunft Schwamendingen in den Verband aufzunehmen.
Bild: Der Zunftmeister Anton Steiner geniesst am Gründungsfest vom 2.
Oktober 1976 den Ehrentrunk aus den Händen des Göttizunftmeisters von St.
Niklaus, Dr. Willi Schubiger.
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